zurück zur Übersicht
Esens
...ist eine Stadt im ostfriesischen Landkreis Wittmund und ist Mitgliedsgemeinde und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Esens .2003 hatte die Stadt 6831 Einwohner.
Geschichte
Esens wurde im Mittelalter als Handels- und Marktort auf dem sturmflutsicheren Geestrand unweit der Küste gegründet. Entstanden ist der Ort um 800 nach Christus.
Im Mittelalter wurde die Herrschaft Esens von Junker Balthasar beherrscht, der sich gegen die Bremer Kaufleute und damit die Hanse auflehnte. Noch heute wird jährlich zu seinen Ehren ein Fest ausgerichtet. Ferien und Urlaub in Esens
Balthasar stirbt 1540 , und Esens gelangt durch Erbschaft unter die Herrschaft der Rietberger, bis es schließlich wiederum durch Erbschaft 1600 an die Grafen von Ostfriesland fällt.
Nach dem Verlöschen des Ostfriesischen Fürstenhauses im Jahr 1744 fällt deren gesamter Besitz und damit auch das Harlingerland an das Preußische Königreich . Die Preußen schleifen die nicht mehr benötigte Burg und entfestigen schließlich auch die Stadt. Die Münze wird nach Aurich verlegt, und Esens wird damit zur kleinen Provinzstadt in der Region. Nach einer kurzen französischen Besetzung während der napoleonischen Kriege wird die gesamte Region dem Königreich Hannover zugeschlagen und gelangt mit diesem 1866 wieder in den Besitz des Preußischen Reiches . Die Preußen bestimmen Wittmund zur Kreisstadt des um das Amt Friedeburg erweiterten Harlingerlandes und nehmen Esens damit weitere Funktionen. Ferien und Urlaub in Esens Auch nach der Gründung des Deutschen Reiches bleibt Esens landwirtschaftlich geprägt, Industrien siedeln sich nicht an. Der Ort wird jedoch an das Eisenbahnnetz angeschlossen, was bis heute aufrecht gehalten werden konnte. Während des Zweiten Weltkrieg wird Esens dann Opfer des Luftkriegs: Am 27. September 1943 finden 165 Menschen den Tod bei einem Bombenangriff der Alliierten . Das „Armen- und Arbeiterhaus“ wird total zerstört, im Keller des Gebäudes sterben 102 Schul- und Landjahrkinder. Esens wurde - selbst ohne militärische Bedeutung - als sog. "Target of Oppurtinity" (Gelegenheitsziel) von verirrten Bombern getroffen, die eigentlich Emden als Ziel hatten.
In der Nachkriegszeit entwickelt sich langsam der Tourismus in Esens. Ferien und Urlaub in Esens
Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- Ev. St.-Magnus-Kirche . Der 1848 durch F.A.L. Hellner aus Hannover errichtete Bau entstand anstelle einer großen dreischiffigen Backsteinbasilika des 15. Jh., die kurz zuvor wegen Baufälligkleit abgebrochen werden musste. Der jetzige Bau präsentiert sich äußerlich als spätklassizistischer Backsteinbau im so genannten Rundbogenstil. Der Westturm entstand bereits 1844. Das Innere ist hingegen als dreischiffige neugotische Hallenkirche gestaltet, die mit dreiseitig umlaufenden Emporen versehen ist. Die meisten Ausstattungsstücke stammen noch aus dem Vorgängerbau: Im Chor der 1714 bezeichnete Altaraufsatz mit einer von Weinranken umgebenen Kreuzigungsgruppe . Die 1674 gestiftete Kanzel verfügt über einen reich geschmückten Schalldeckel. Das Bronzetaufbecken von 1474 ist ein Werk von Hinrik Klinghe. Hervorzuheben ist die prachtvolle Sandstein tumba des 1473 verstorbenen Ritters Sibet Attena. Daneben finden sich in der Kirche mehrere Epitaphien des 16. bis 17. Jh.
-
- Altes Amtsgericht . Klassizistischer Putzbau mit Walmdach und dreiachsigem Mittelrisalit, erbaut in der 1. H. des 19. Jhs. Nach dem Umbau enthält es heute Architekturbüros.
- In der Innenstadt sind noch einige ältere, zumeist in Backstein erstellte Wohnbauten erhalten:
AM MARKT 1 (Ratsgaststätte). Das Traufenhaus mit flachem Dreiecksgiebel wurde 1839 erbaut. AM MARKT 3. Das eingeschossige Giebelhaus mit Freitreppe ist wohl in der 1. H. des 19. Jhs. entstanden. HERRENWALL 6. Der eingeschossige traufständige Bau mit Mansarddach, der sich durch einen dreiachsigen Mittelrisalit auszeichnet, wurde 1863 errichtet. STEINSTR. 12. Das so genannte Edzardsche Haus stammt im Kern vermutlich noch aus dem 16. Jh. Die Fassade wurde in späterer Zeit erneuert. Der an holländischen Vorbildern orientierte Giebel spätbarocker Prägung ist 1788 bezeichnet Reste kleinbürgerlicher Wohnbebauung bietet noch heute die Jücherstraße.
- In einem futuristisch anmutenden neu errichteten Gebäude hinter der St. Magnus- Kirche befindet sich das Holografiemuseum. Es enthält in 3 Stockwerken neben Informationen zu optischen Täuschungen zahlreiche Holographien und Anleitung zur Herstellung derselben.
- Der Ortsteil Bensersiel ist ein staatlich anerkanntes Seeheilbad und bietet einen sehenswerten Yacht- und Fischkutterhafen. Mit einer Fähre ist von Bensersiel die Insel Langeoog zu erreichen. Ferien und Urlaub in Esens
Weitere Infos finden Sie unter www.esens.de
Quelle: Wikipedia
zurück zur Übersicht
|