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Ostfriesland

...(Ostfriesisches Plattdeutsch : Oostfreeskland) ist eine Region und ein Landschaftsverband zwischen dem 53. und 54. Breitengrad im Nordwesten des Landes Niedersachsen.


Gebiet

Ostfriesland umfasst nach landläufiger Ansicht das Gebiet der ostfriesischen Halbinsel zwischen Ems - und Jademündung mit den vorgelagerten Inseln von Wilhelmshaven im Osten, der Nordsee im Norden bis zu den Niederlanden im Westen. Dies entspricht allerdings nicht dem politischen und dem kulturell-historischen Ostfriesland. Politisch bezeichnet Ostfriesland das Gebiet ohne das oldenburgische Friesland ( Landkreis Friesland mit Zentrum Jever ), den Ostteil der Halbinsel samt der Insel Wangerooge und das von Preußen aufgebaute Wilhelmshaven , sondern die Landkreise Aurich ,Leer und Wittmund , sowie die kreisfreie Stadt Emden . Die Begrenzung nach Süden bildet der Oldenburger sowie der stark katholisch geprägte cloppenburgisch-emsländische Raum (ehemaliges Niederstift Münster ). Eine Sonderrolle spielt das Saterland . Es gehört zwar kulturhistorisch und sprachgeschichtlich zu Ostfriesland, kam aber aufgrund seiner isolierten Lage schon früh unter den Einfluss des Bistums Münster , während Ostfriesland dem Bistum Bremen unterstellt war. Diese Trennung aus der Zeit des Spätmittelalters wirkt sich bis in die Gegenwart hinein aus. Dank der Isolierung konnte das Saterfriesische als einzige Varietät der ostfriesischen Sprache bis heute überleben, während im Rest ostfriesische Dialekte der Niedersächsischen Sprache gesprochen werden ( Ostfriesisches Platt ). Ostfriesen fühlen sich als Teil der friesischen Kultur , als Friesen , die zwischen den Nationalstaaten der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks die Nordseeküste bewohnen. Ferien Urlaub Pensionen Hotels Ferienwohnungen in Ostfriesland bei ferien-urlaub-nordsee.de.

Eine Besonderheit dieses Landstriches ist unter anderem, dass er nicht von einer größeren Stadt (als Kultur- und Wirtschaftszentrum) geprägt ist, sondern dass sein Reiz vielmehr in der Vielfalt der zahlreichen kleineren Orte und Dörfer liegt.

Die Jahrhunderte dauernde Isolation durch die Nordsee im Norden und Moore im Süden bedingte eine sehr eigenständige Entwicklung Ostfrieslands. Deshalb gibt es noch heute einen latenten Hang zum Separatismus , der sich aber vor allem in kulturellen Belangen zeigt und politisch als ein Bemühen um den Erhalt historisch gewachsener Strukturen bzw. die Vermeidung der Verschmelzung mit außerostfriesischen Institutionen oder verwaltungstechnischen Einheiten hervor tritt. Ferien Urlaub Pensionen Hotels Ferienwohnungen in Ostfriesland bei ferien-urlaub-nordsee.de.




Landschaft

Auf den Inseln finden wir ausgeprägte Dünenlandschaften von Sanddünen, deren teilweise künstlich geförderter Bewuchs - hauptsächlich Strandhafer - das Wandern, d.h. den Abtrag mit nachfolgender Neuentstehung an anderer Stelle bzw. die Verlagerung verhindern soll.br>Zwischen den Inseln und dem Festland befindet sich das Wattenmeer , ein einzigartiges Biotop, das seine Entstehung den Gezeiten verdankt indem es bei Ebbe weitgehend trocken fällt, bei Flut dagegen völlig unter Wasser liegt. Das Wattenmeer ist durchzogen von Prielen , über die das Wasser ab- oder zuströmt.

An vielen Stellen folgen dem Watt Salzwiesen , die nur noch gelegentlich bei besonders hohem Wasserstand ganz oder teilweise überflutet werden. Auch diese bilden einen ganz eigenen Lebensraum, der besonders durch eine eigenwillige Pflanzengesellschaft geprägt ist, deren Pionierpflanze der Queller ist. Ferien Urlaub Pensionen Hotels Ferienwohnungen in Ostfriesland bei ferien-urlaub-nordsee.de.

Vor etwa 1000 Jahren begannen die Menschen, sich durch Deiche gegen die Nordseefluten zu schützen. Dennoch kam es im Zuge großer Flutkatastrophen immer wieder zu teilweise erheblichen Landverlusten. Im Gegenzug aber begannen schon bald die Menschen, Neuland aus dem Meer zu gewinnen. Es entstanden sogenannte Polder .

Der Küstenraum des Festlandes ist Marschland , das weiter landeinwärts in Niedermoore ,Geest und Hochmoore übergeht.

An Hochmooren zu nennen ist insbesondere das Gebiet um das Ewige Meer bei der Ortschaft Eversmeer . Zahlreiche weitere Flächen, die Reste der ehemals großen Hochmoore darstellen, und darin gelegene kleinere Seen wie z. B. das Lengener Meer sind heute ebenfalls Schutzgebiete. In jüngerer Zeit wurde vielfach durch Wiedervernässungsmaßnahmen der ursprüngliche Charakter annähernd zurückgewonnen, nachdem diese Flächen über lange Zeit wegen ihrer Insellage inmitten von Kulturland stark entwässert und anschließend verbuscht waren.  Ferien Urlaub Pensionen Hotels Ferienwohnungen in Ostfriesland bei ferien-urlaub-nordsee.de.

Die Altmoränenlandschaft der Geest zeichnet sich durch vorwiegend sandiges Geschiebematerial der Saale-Eiszeit aus und ist heute weitgehend als land- oder (in geringem Umfang) forstwirtschaftliche Fläche kultiviert.

Nach Auflösung der Allmende entstand dank der den Bauern auferlegten Pflicht, ihre Parzellen abzugrenzen und das Ausbrechen des Weideviehs zu verhindern, die typische Wallheckenlandschaft mit kleinen Weideflächen, die von busch- und baumbestandenen Erdwällen umgeben sind, deren Zugangsöffnungen mit den ebenso typischen grob gezimmerten Holztoren (Platt: hek) verschlossen werden.

Heutzutage findet man in Ostfriesland auch Wald- bzw. Forstgebiete. In früherer Zeit dagegen waren größere geschlossene Waldbestände dort weitgehend unbekannt.

Man findet in Ostfriesland auch eine größere Anzahl natürlicher (Niedermoor-)Seen, deren größter das " Große Meer " bei Bedekaspel , Gemeinde Südbrookmerland , ist.


Besiedlung

Früheste Siedlungsnachweise finden sich für jungpaläolithische Rentierjäger der Hamburger Kultur . Es folgen Nachweise mesolithischer Besiedlung und später neolithischer Siedlungen der Glockenbecherkultur , der Megalithkultur und der Schnurkeramiker . Für spätere Zeit ist die Siedlung germanischer Stämme aus dem Großverband der Ingwäonen nachgewiesen. Das waren Chauken und Friesen . Während ursprünglich Chauken das Gebiet zwischen Ems und Weser bewohnten, begannen etwa um die Zeitenwende Friesen in diesen Raum vorzudringen. Die Chauken wurden von diesen teils verdrängt, teils in deren Stammesverband aufgesogen. Seit dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert werden die Chauken nicht mehr erwähnt. Von der Landseite her drängten derweil sächsische Stämme in die Geestgebiete vor. Die späteren Ostfriesen gingen aus der Mischung dieser Bevölkerungsgruppen hervor.  Ferien Urlaub Pensionen Hotels Ferienwohnungen in Ostfriesland bei ferien-urlaub-nordsee.de.

Im frühen Mittelalter war eine Besiedelung nur in höher gelegenen Geestgebieten und auf so genannten Warften (Erdhügel; [mit sekundärem -t-] richtiger: Warf; vgl. die vielen Ortsnamen auf -Warf, z. B. Anderwarfen, Möhlenwarf, Tichelwarf) im regelmäßig von der Nordsee überfluteten Marschland möglich. Erst der Deichbau (ab ca. 1000 n.Chr.) ermöglichte es den Friesen die gesamte Marsch zu besiedeln ("Gott schuf das Meer, der Friese die Deiche").

Quelle: Wikipedia





 

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